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Matthäus Cornelius Münch

Pfarrer, Pädagoge, Buchautor, in den Adelsstand erhoben

Zwei außergewöhnliche Pfarrer kommen in ein kleines oberschwäbisches Dorf. Kleber ab 1749 für 36 Jahre und Münch ab 1830 für 23 Jahre. Beide sind sehr erfolgreiche Männer, weit über Unlingen hinaus bekannt und ob ihres Wirkens anerkannt. Was hat sie wohl bewogen, das Dorf Unlingen als letzte Pfarrstelle zu wählen?

Ein attraktives Dorf war Unlingen damals wohl nicht. Münch hatte manches zu bemängeln.

Die Dorfhäuser, obschon sein eigenes Pfarrhaus sehr imposant ist.

Der Gottesacker bei der Pfarrkirche.

Die gottesdienstlichen Gepflogenheiten.

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Pfarrer Münchs Bemerkungen über die Häuser dahier

1837 
Großentheils sind die Wohnungen der hiesigen
Leute zusammengedrängt, und selten sind weder
 Hofräume noch Gärten neben und hinter denselben, weswegen auch die Düngstätten vor
 den Häusern sich befinden, wo sie die Straße
verunreinigen, die überdem noch mit Wägen,
Pflügen und anderen Gerätschaften, dem Holzvor
rathe ______ verengt sind. Auch sind diese Dungst.
 so übel angelegt, daß dadurch der Ökonomie
 großer Nachtheil zuwächst. Denn des Dungstes
 Rest läuft ab, es wird von der Sonne ausgetroknet, und es bleibt oft nichts übrig als ________
_______. Was helfen so die Anordnungen, die Dungstellen mit Bretterwänden zu umgeben? Neben
 dem, daß die Häuser zu enge beisammen stehen, entsprechen sie nur sehr selten ihrem Zwecke. Sie sind ursprünglich ____________ angelegt, und durch häufige
Verenderungen auf das abscheulichste verunstaltet.
Sehr oft aber sind sie nicht im Bau erhalten und 
statt daß sich in ihnen der Sinn des Bewohners für Ordnung 
Nettigkeit u. Reinlichkeit und in ihren Formen die 
Bestimmung entsprechnen sollte, sind sie ein Bild 
der Dürftigkeit, Gleichgültigkeit und Trägheit. Ebenso 
vernachlässiget sind die Zäune und Heken um die 
Gärten, welche nur ___ ______ Beleidigendes darbie
ten. Dann wirds auch keinesfalls anders und 
besser werden ?!—

 

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Gottesacker

Die Leichen werden hier nach der Reihe beerdigt, was um desto nothwendiger ist, je beengter der Begräbnisplatz um die Kirche selbst ist. Der Pfarrer hat genau darauf zu achten, dass die Gräber die gehörige Tiefe bekommen, was von den Todtengräbern dahier leider wenig berücksichtiget wird. Auch soll er darauf Bedacht nehmen, dass die jeweiligen neuen Gräber fest zu getreten werden, weil dieses sonst nur zu gern unterlassen wird.“

Der Jahrzehnte lange Kampf von Pfarrer Münch um eine befriedigende Begräbnisstätte ist ausführlich beschrieben im Beitrag "Alter und Neuer Gottesacker"

>>>> Link zu "Alter und Neuer Gottesacker"

Gottesdienstordnung

Es ist eine traurige Erscheinung für einen jeden Pfarrer, wenn er beim Antritte seines Amtes weder ein wohlgeordnetes Verkündbuch noch eine festgesetzte Gottesdienstordnung, welche letztere der Grund der ersten ist, vorfindet. Er ist in einem solchen Falle genötigt, sich stets bei dem Mesner sich zu erkundigen, wie es in der Kirche bisher gehalten worden sei, oder nicht.

In diese traurige Lage kam ich, als ich die Pfarrstelle dahier antrat. Ich fand weder ein geordnetes Verkündbuch, viel weniger eine Gottesdienstordnungsaufzeichnung an.

So begann er selber eine genaue Beschreibung, wie die Gottesdienste und andere kirchliche Ereignisse in Unlingen gestaltet wurden. Dank seiner Gottesdienstordnung aus dem Jahr 1830 (Pfarrarchiv) wissen wir genau, wie vor zwei Hundert Jahren das Kirchenjahr begangen wurde. 

>>>> Link zur pdf Datei Gottesdienstordnung von Münch

Kurze Biographie

Quelle: Schneiderhan, Biographie von Pfarrer Münch, 1895

 

Geboren wurde Münch am 14. September 1771 in Thengenstadt bei Schaffhausen. Sein Vater war dort Nagelschmied.

Nachdem er 6 Jahre alt geworden war, besuchte er die Normalschule seines Heimatortes. Er hatte das Glück als Lehrer einen Pfarrer zu haben und nicht einen der recht wenig gebildeten einfachen Dorflehrer. Mit 10 Jahren erhielt der der begabte und strebsame Junge zudem vom Pfarrer noch Privatunterricht in der lateinischen Sprache und Religion.
Nach zwei Jahren auf dem Gymnasium in Freiburg wechselte er zum Konstanzer Gymnasium, wo er seine Schulzeit mit großem Erfolg beendete.
Sein Universitätsstudium absolvierte er nach 5 Jahren in allen Fächern mit der Note 1 mit Vorzug.
Er studierte Philosophie, Theologie, Pädagogik, und Katechetik.

Im Priesterseminar in Meersburg erhielt er seine priesterliche Ausbildung im Sinne der katholischen Aufklärung des Generalvikars Wessenberg, Bistum Konstanz.
Am 22. September 1799 wurde er zum Priester geweiht.

Seine zweite Pfarrstelle (1802) war in unserer oberschwäbischen Heimat in Hochdorf bei Saulgau, damals zu Altshausen gehörig. Nach kurzer Zeit wird er für das Kapitel Saulgau Konferenzdirektor und Examinator.

Zum Aufgabenbereich eines Pfarrers gehörten damals neben der Seelsorge die örtliche Schulaufsicht und immer auch das Unterrichten. Hier konnte Münch die hervorragenden Kenntnisse aus seinen pädagogischen Studien verwerten.

Für die Schulen der Deutsch-Ordenskommende Altshausen arbeitete er einen Plan aus, auf Grund dessen das ganze dortige Schulwesen gründlich umgestaltet wurde. Sein Organisationsplan zielte darauf ab, die Lehrer weiterzubilden und die Bevölkerung für die Sache des Unterrichts und der Erziehung zu gewinnen.

In jener Zeit war es noch nicht lange her, dass jedermann Schullehrer werden konnte, dass man bei der Anstellung nicht fragte, was kannst du, sondern was verlangst du. Zum Lehrer machte man dann denjenigen, der am Wenigsten verlangte.
Vor der Einrichtung der Seminarien wurde die Ausbildung der jungen Lehrer von so genannten Musterlehrern und von Geistlichen in Privatanstalten besorgt. Die Ausbildung der Junglehrer war oft kümmerlich. Ihre Kenntnisse ließen zu wünschen übrig.

Die schulischen Ergebnisse waren entsprechend. Damals wie heute auch, war man nicht zufrieden mit dem, was die Schüler konnten. Nur brauchte man damals noch keine aufwendige Pisa-Studie, um dies zu erkennen. Tüchtige Schulinspektoren versuchten, durch Weiterbildung der Lehrer deren schulische Arbeit zu verbessern. MC Münch scheint ein besonders befähigter Schulinspektor gewesen zu sein.

Im Jahre 1809 wurde Münch für 6 Ortschaften und 1823 für den ganzen Bezirk Tettnang zum Schulinspektor ernannt. In dieser Zeit begann Münch größere und kleinere pädagogische Schriften zu verfassen. Darunter befanden sich auch klar angelegte Schulbücher für die in jener Zeit noch nicht praktisch ausgebildeten Lehrer.

Die württembergische Regierung wurde auf diesen tüchtigen Schulinspektor aufmerksam. Sie hielt ihn für befähigt, der erste Leiter des ersten württembergischen katholischen Lehrerseminars im heutigen Schwäbisch Gmünd zu sein.

Am 25. Oktober 1826 ist MC Münch von König Wilhelm zum Rektor ernannt worden.
Neben der Wissensvermittlung für angehende Lehrer galt seine Sorge auch der Herausbildung einer stimmigen Lehrerpersönlichkeit als Grundlage einer guten christlichen Erziehung in der Schule.
Von seinen Zöglingen verlangte er viel. Er achtete auf Gehorsam, Ordnung und Pünktlichkeit.
Über die Ziele seiner Arbeit schreibt er: „ Im Seminar sollte nicht bloß die am meisten ins Auge springende Richtung, Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten erreicht werden, sondern auch die Aneignung guter Gesinnungen, Sitten und Gewohnheiten…“
Der Seminarist „sollte überzeugt werden, wie wenig im Grunde aller Reichtum an Kenntnissen und Fertigkeiten nütze, wenn er nicht von der Einfalt des Herzens, von frommer Gesinnung, von Glaube und Liebe und was damit vereint ist.“
Das sind Grundaussagen zur Lehramtsausbildung, die auch heute noch Gültigkeit haben.

Schon am 31. März 1830 übergab er das Rektorenamt an seinen Nachfolger. Eine angegriffene Gesundheit veranlasste ihn wieder in die Seelsorge zurück zu kehren.
Er war 59 Jahre alt, als er in Unlingen am 26. Mai 1830 zum Pfarrer ernannt wurde. Mit der Pfarrstelle war ein Schulinspektorat verbunden. Münch bekleidete das Amt des Schulinspektors über den Bezirk Uttenweiler, bestehend aus 23 Schulgemeinden, bis zu seinem Tod.

Zu Beginn seiner Unlinger Zeit arbeitete Münch an einem Gutachten über die Revision der bestehenden Schulordnung von 1808. Viele seiner Stellungnahmen hören sich heute noch recht modern an.
„Manche Lehrer haben … die Kinder mit Dingen geplagt, von welchem sie in ihrem Leben nie Gebrauch zu machen imstande sind“ … „Die Volksschule darf nie eine Anstalt trockenen Wissens sein.“ Von den Lerninhalten „soll nur das und nur soviel aufgenommen werden, was das Leben in Anspruch nimmt.“

Diese kurzen Zitate sollen aufzeigen, wie fortschrittlich und aufgeklärt Münch vor 170 Jahren über dringend anstehende schulische Veränderungen dachte. Heute stehen wir vor der derselben Aufgabe, nämlich einer beschwörend geforderten Schulreform wegen der unrühmlichen Pisa-Ergebnisse und der sich daraus ergebenden Lehrplanrevision 2004.
Heute verlangen die Experten genau das Entsprechende: Entrümpeln des Lehrplanes durch Reduzieren der Stofffülle. Die Experten sagen: Nicht die Lerninhalte sind das Entscheidende, sondern die Kompetenzen, die ein Schüler während seiner Schulzeit erwirbt.

Wie leicht sieht: Nicht alles, was neu ist, ist immer auch gut. Aber auch nicht alles Gute ist neu auf dem Gebiet der Schule.

In seiner praktischen Denkweise stellt MC Münch über die Pädagogik hinausgehende Forderungen auf, die das Reformvorhaben nachhaltig unterstützen sollten. Er verlangte eine materielle Besserstellung der Lehrer: „Möchte man doch einmal bedenken, dass jeder Kanzleibote, der doch nichts als Briefe hin und her zu tragen hat, ungleich besser als der Schullehrer besoldet ist. … Wenn man noch nicht einmal im stande ist, bei der möglichsten Sparsamkeit die unabweisbarsten Bedürfnisse des Lebens zu befriedigen.“

MC Münch war ein Mann der Arbeit. Neben seinen Tätigkeiten als Pfarrer und Schulinspektor schrieb er in seiner Unlinger Zeit 8 pädagogische Werke (Laut einer Zusammenstellung von Kuno Seidenfuß aus Riedlingen). Darunter befindet sich ein dreibändiges Universal-Lexikon der Erziehungs- und Unterrichtslehre. Dieses Werk ist zusammen mit seinem Buch „Vademecum“ aus dem Jahr 1830 in mehreren Auflagen erschienen. Dies zeigt wie die Lehrer seiner Zeit Münch als Autor pädagogischer Schriften geschätzt haben. Diese beiden Werke sind neben anderen in der Unlinger Lehrerbibliothek vorhanden.

MC Münch erwartete von seinen Lehrern Fleiß, Arbeitsdisziplin und Ordnung. Er selbst lebte dies beispielhaft vor. Dass er auf Ordnung hielt, kann man an einer seiner ersten Amtstätigkeiten als Pfarrherr erkennen. Weil er kein von seinem Vorgänger im Amt keine Gottesdienstordnung und kein Verkündbuch vorfand, legte er innerhalb eines Jahres diese für die Unlinger Pfarrkirche neu an. Darin ist genau beschrieben, wie in Unlingen gewöhnlich der Gottesdienst gestaltet wurde. Aus seinen Aufzeichnungen geht hervor, dass er als fortschrittlicher Pfarrherr auch großen Wert darauf legte, in deutscher Sprache Gottesdienst zu halten.

Wie sah der kirchliche Sonntag in Unlingen gemäß der „Gottesdienstordnung“ von Pfarrer Münch aus?

Der Anfang des Gottesdienstes ist im Winter um 9 Uhr, Sommer um ½ 9 Uhr, und so wird es durch das ganze Jahr gehalten Frühgottesdienst um ½ 7 Uhr…

Nachmittag ist Jahr aus Jahr ein von 12 bis ½ 2 Uhr Sonntagschule. Nach dieser beginnt die Christenlehre, und auf dieselbe folgt eine deutsche Vesper.

Vor dem jedesmaligen Anfang des sonntäglichen Gottesdienstes findet die Wasserweihe statt. Nach derselben wird an den Stufen des Hochaltars das „aperges me“, oder nach Beschaffenheit der Zeit das „vidi aquam“ angestimmt und während des Chorgesangs das Weihwasser ausgetheilt. Hierauf wird die gewöhnliche Oration mit dem Wort und Respons wie sie im Benediktionale enthalten sind, gesungen. Nach diesem beginnt das Predigtlied, worauf die Predigt abgeleget wird. Am Schlusse der Predigt wird das allgemeine Kirchengebet abgebetet, worauf die gewöhnliche Segensformel gesprochen: „Der allmächtige und barmherzige Gott erbarme sich uns, er vergebe auch + unsere Sünden und führe uns zum ewigen Leben! Ame.“, und nach diesem verkündet, was zu verkünden ist. Nach geschehener Verkündigung spricht der Priester vernehmlich: „Im Namen Gottes des Vaters“, worauf von der versammelten Gemeinde mit Glaube, Hoffnung und Liebe 3 VaterUnser gebetet werden.
Danach begann das eigentliche sonntägliche Messamt.

Am S. vor dem Fest Allerheiligen

Nächsten S. ist das Fest Allerheiligen und geb. Feiertag zur Erinnerung an die Heiligen im Himmel, an ihren frommen Wandel auf Erden, und an die Gemeinschaft, in der wir mit ihnen stehen, zugleich auch zur Verehrung, Nachahmung und Anrufung um ihre Fürbitte bei Gott. Mögen uns ihre Bilder an alles dieses stehts heilsam erinnern!
Am Nachmittage dieses Festes als am Vorabende des Gedächtnistages aller verstorbenen Christgläubigen im Fegfeuer wird zur gewöhnlichen Stunde die vorgeschriebene Andacht für eben diese Verstorbenen gehalten, indem wir auch mit ihnen, wie mit den Heiligen im Himmel, durch die Liebe in Gemeinschaft stehen.

Tags darauf wird zur gewöhnlichen Stunde eine Predigt mit einem Seelenamte und xxx , dann die gewöhnliche xxxx gehalten. Möge dieser Andacht jedermann beiwohnen und bei dem Besuche der Gräber an seine eigen heilsam und mit guten Vorsätzen denken.

Am Tag darauf nehmen die Schulen wieder ihren Anfang. Die Eltern und Hausväter, welche schulpflichtige Kinder haben, werden auf die bestehenden höchsten Verordnungen aufmerksam gemacht, daß ab dem 6. Jahre bis zum vollendeten 14. Jahre ihres Alters in die täglich zu haltenden Schulen zu schicken sind. Wer hiermit xxx saumselig ist, hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn gegen ihn die gesetzliche Strafe verhängt werden sollte.

Anm. Eine weitere Empfehlung des Unterrichts hat mittels der am nächsten Sonntag eigens hierüber zu haltenden Predigt zu geschehen. Diese wird um desto nöthiger sein, da der Bauersmann noch immer zu geringen Werth auf den Besuch der Schule legt.“

Pfarrer standen schon immer in der dörflichen Hierarchie ganz oben. Das große Ansehen kam von ihrem vorbildlichen Lebenswandel und ihrer akademischen Ausbildung. Sie waren nicht ausschließlich Seelsorger. Mit ihrem Wissen konnten sich viele dörfliche Pfarrherren um viele Bereiche des täglichen Lebens kümmern. Als Beispiel kann Pfarrherr Münch angeführt werden. Mit einem Schreiben wendet er sich 1839 an die Königliche Medicinal-Visitationscommission und führt zwei Gegebenheiten an, die aus seiner Sicht behoben werden müssten. „So dürfte auch der Verkauf unreifen Obstes, der während des Sommers an Sonn- und Feiertagen stattfindet und besonders die unerfahrenen Kinder haufenweise herbeizieht und auf ihre Gesundheit einen nachteiligen Einfluß haben muß, strenge untersagt werden.“
Außerdem erwähnt er in diesem Schreiben auch den winterlichen Dreck auf den Unlinger Straßen. Er meinte, dass für größere Reinlichkeit gesorgt werden müsse, weil durch die „fortwährende ungesunde Ausdünstung der Gesundheit Nachteile zugeführt werden.“
Mit diesen so bezeichneten „Ausdünstungen“ lag er zwar nach unseren heutigen naturwissenschaftlichen Kenntnissen nicht ganz richtig. Allerdings konnte auch noch nichts von Bakterien wissen. Erst Robert Koch zeigte mehr als ein halbes Jahrhundert später, dass Krankheiten durch Erreger hervorgerufen werden können.

Bis zwei Tage vor seinem Hinscheiden war Münch noch so rüstig, dass er Sonntag noch alle seelsorgerlichen Funktionen ausüben konnte. Am Mittwoch darauf, dem 12. Januar 1853, verstarb er. Sein Grab befand sich an der westlichen Ecke der Sakristei. Das Grabdenkmal war ein einfacher Sandstein, mit Kelch, Evangelienbuch, Kelch und einem eisernen Kreuz geschmückt. Die Inschrift lautete:
„Geweiht der Asche des Seminar-Rektors und Pfarrers M.C. v. M., seit 1830 Pfarrer hier, geboren zu Thengenstadt, gestorben am 12. Januar 1853, im 82. Lebensjahre.“

Münchs Biograph Joh. Schneiderhan schrieb 1895: „Sein Tod versetzte die Ganze Gemeinde in tiefste Trauer; aufrichtig wurde er von groß und klein beweint, war doch der gute Hirte, der treu sorgende Vater den Seinigen entrissen. Bis auf den heutigen Tag lebt das Andenken dieses würdigen, seeleneifrigen Geistlichen, vortrefflichen Pädagogen, lieben Vorgesetzten und edlen Menschenfreundes in Unlingen fort.“

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